Wir über uns

RAUM FÜR GEDANKEN GEDANKEN-RÄUME … wer wir sind

Seit 2014 reist die Künstlerin Kathrin Ollroge durch die Lande und lädt zum Gespräch über das Leben in den Orten im Kontext aktueller gesellschaftlicher Einwicklungen ein. Aus dem Gedanken-Mobil heraus baut sie ein einladendes Gesprächssetting in Form des RAUMS FÜR GEDANKEN auf.

Der RAUM FÜR GEDANKEN – Wohnzimmerambiente und gedecktes Tischchen mit Kaffee und Kuchen o.ä. – bildete einen wertfreien, gemütlich eingerichteten Schutzraum, um sich zu den schwierigen Themen über Flucht, Asyl und Nachbarschaften auszutauschen. Erlebtes und Erinnerungen, Erfahrungen, Meinungen und Haltungen zum Leben und zur (interkulturellen) Nachbarschaft im Ort bilden den Einstieg in die Lebenswirklichkeiten der Menschen vor Ort.  Vorwiegend in den neuen Bundesländern unterwegs, sind die Gespräche immer mit einer kulinarischen Einladung verknüpft. Verschiedene Trägervereine unterstützten die bisherigen Umsetzungen (Kunstgenossen, fabrik Potsdam e.V.) bis 2020.

2020 wurde der Verein „Gedanken-Räume e.V.“ gegründet. Grundlage der Arbeit des Vereins sind die gesammelten Gedanken-Protokolle und Bildmaterialien von 2014 bis heute. Die gesammelten Gedanken und Materialien werden sukzessive in die jeweiligen Orte und darüber hinaus künstlerisch verformt zurücktransportiert, um – vorwiegend lokal bezogen, aber auch überregional – einen Diskurs über die vorliegenden Inhalte, die Gedanken der Menschen aus den neuen Bundesländern, anzuregen .

Die kulinarische Beilage, die bisher aus vorwiegend Kaffee und Kuchen bestand, bekam einen größeren Stellenwert und Kartoffelgerichte ergänzen das Angebot. Weiterhin bildet der performende Akt einen größeren Schwerpunkt. Während im RAUM FÜR GEDANKEN das Setting vorwiegend gleich war: ein gemütlich eingerichteter Raumkörper mit Tisch, Sessel, Gardinen, Stehlampe und die Künstlerin hinter der Schreibmaschine, das Gesagte möglichst Wort für Wort protokollierend, tauchen die GEDANKEN-RÄUME fortan in verschiedenen Gewändern auf. Eine lange Tafel, einzelne Tisch-Stuhl-Settings, eine Hollywoodschaukel, eingerichtete Bushaltestellen oder Küchenambiente – unter freiem Himmel ohne den Schutz der kleinen Raumkabine, soll nun ein Austausch in Gemeinschaft angeregt werden. Das Setting wird dem jeweiligen Ort oder Thema angepasst und so entwickelten sich immer wieder verschiedene Raumbühnen.